THOMAS METZLER

Fotographie und
Kommunikationsdesign





Fotographie
Portrait Arbeit
Im Osten
Beseelte Stille
Dazwischen
Werbung
Hochzeit



Kommunikationsdesign
Grafik
Digital









Information
Biografie
Angebot
Kontakt

 

"Gerade in der Stummheit dessen, was auf Fotografien hypothetisch verstehbar ist, liegen deren Reiz und Herausforderung. Die Allgegenwart von Fotografien hat eine unberechenbare Auswirkung auf unsere Fähigkeit, ethisch zu empfinden. Indem sie die ohnehin unübersichtlich gewordene Welt abbildet und so mit einem Duplikat ihrer selbst ausstattet, lässt die Fotografie die Welt verfügbarer erscheinen, als sie in Wirklichkeit ist. Das Bedürfnis nach Bestätigung der Realität und Ausweitung des Erfahrungshorizontes durch Fotografie ist ein ästhetisches Konsumverhalten, dem heute jedermann verfallen ist. Die Informationsgesellschaften verwandeln ihre Bürger in Bilder-Süchtige; dies ist die unwiderstehlichste Form von geistiger Verseuchung. Die schmerzliche Sehnsucht nach Schönheit, der Wunsch, nicht mehr unter der Oberfläche sondieren zu müssen, das Verlangen, sich mit der Welt in ihrer Gesamtheit wiederzuversöhnen und sie zu feiern - all diese sinnlichen Empfindungen kommen in dem Vergnügen, das wir an Fotos finden, zum Ausdruck. Es ist sicher nicht falsch, zu sagen, dass der Mensch einen zwanghaften Drang zum Fotografieren hat, einen Drang, Erfahrungen in eine bestimmte Sehweise zu verwandeln. Eine Erfahrung zu machen, wird schließlich identisch damit, ein Foto zu machen, und an einem öffentlichen Ereignis teilzuehmen, wird in zunehmenden Maß gleichbedeutend damit, sich Fotos davon anzusehen."